Aktivitäten des Werkstattrates

v.l.n.r. Frau Barth (Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstadt Torgau), Frau Kraushaar (Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz), Herr Dr. Kröbel (Geschäftsführer der Elbaue-Werkstätten gGmbH), ), Frau Schmidt (Dezernentin im Dezernat – Soziales Landratsamt Nordsachsen); Frau Großmann (Werkstattleiterin Elbaue-Werkstätten gGmbH), Herrn Theuerkorn (Vorsitzender Werkstattrat Elbaue-Werkstätten gGmbH), Herr Kupfer (MDL, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion im Sächsischen Landtag), Herrn Kirste (Stellv. Vorsitzender Werkstattrat Elbaue-Werkstätten gGmbH), Herr Reinhold (Elbaue-Werkstätten gGmbH), Frau Wenselau (Elbaue-Werkstätten gGmbH); Foto: Frau Dr. Schlenderlein

 

Am 27.03.2018 besuchten Herr Kupfer (MDL, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion im Sächsischen Landtag), Frau Kraushaar (Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz), Frau Schmidt (Dezernentin im Dezernat – Soziales Landratsamt Nordsachsen) und Frau Barth (Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstatt Torgau) auf Einladung von Herrn Theuerkorn die Elbaue-Werkstätten gGmbH. Beim Rundgang durch die Arbeitsbereiche konnten sich die Gäste von der Vielfalt der angebotenen Arbeiten sowie vom umfangreichen Produktionsspektrum ein eigenes Bild machen.

Beim anschließenden Gespräch erläuterte Herr Theuerkorn im Namen aller Mitarbeiter die wichtigsten Anliegen der behinderten Mitarbeiter.

Ein wichtiger Punkt ist die Anwendung der Qualifizierungsprojektes „Praxisbaustein“ für Mitarbeiter des Arbeitsbereiches. Diese sind derzeit davon ausgeschlossen. Nur Teilnehmer des Berufsbildungsbereiches erhalten die Möglichkeit, die von den Kammern zertifizierten Ausbildungsbausteine zu absolvieren. Die verschiedenen Kostenträger konnten sich bis jetzt nicht einigen, dass eine Finanzierung dieser beruflichen Bildung auch für Mitarbeiter des Arbeitsbereiches möglich ist. Herr Theuerkorn erinnerte an die Gültigkeit des Artikels 24 der UN-Behindertenkonvention, in dem das Recht auf lebenslanges Lernen verankert ist.

Ein wichtiges Thema für den Werkstattrat ist die Ausweitung von Veröffentlichungen in Leichter Sprache. Mit der Umwandlung von amtlichen Veröffentlichungen in Texte, geschrieben in Leichter Sprache ist es möglich, das eine große Anzahl der behinderten Menschen dessen Inhalt verstehen kann. Denn nur wenn man den Inhalt versteht, kann man auch seine Meinung äußern. Herr Theuerkorn bat darum, dass Veröffentlichungen durch das Land Sachsen, den Landkreis und auch durch die Stadt wenn möglich auch als Exemplar als Leichte Sprache Exemplar vorliegen sollte. Besonders wichtig fand er, das Formulare und wichtige Bestimmungen so erklärt werden, das es auch geistig Behinderte verstehen.

Ein weiteres Thema war die Integration von Mitarbeitern aus dem Arbeitsbereich der Werkstatt in den ersten Arbeitsmarkt. Angefangen von Außenarbeitsplätzen bis zur endgültigen Übernahme des Mitarbeiters durch den neuen Arbeitgeber. Erfahrungen mit dem gesetzlich festgelegten Budget für Arbeit können leider nicht berichtet werden, da der Kostenträger noch keine Bescheide bewilligt hat. Der Grund dafür ist nicht ersichtlich.

Zum Abschluss erläutertet der Werkstattrat der Oberbürgermeisterin die Problematik Kreuzungsbereich Nordstraße / Aueweg. Hier ist es in der vergangen Zeit wiederholt zu Unfällen gekommen. Leider fahren viele Autofahrer in diesem Bereich sehr schnell. Um den behinderten Mitarbeitern eine sichere Überquerung der Straße zu ermöglichen, bittet der Werkstatt um die Einrichtung einer zeitlich begrenzten Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h.

Frau Kraushaar, Herr Kupfer, Frau Schmidt und Frau Barth versprachen, alle Themen mit in die zuständigen Gremien zu nehmen und dort beraten zu lassen. Sie bedankten sich für den herzlichen Empfang und das anschließende offene Gespräch.

Der Werkstattrat wünscht sich, dass solche Treffen regelmäßig stattfinden. Das die Verantwortlichen in der Politik, sowohl auf Stadtebene aber auch in den Landkreisen und im Land, sich mit den Betroffenen zusammensetzen und miteinander reden. Denn das ist besser als nur übereinander zu reden oder sogar aneinander vorbei.